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1865

Der aus Saarwellingen stammende Metzgermeister Nikolaus Schröder eröffnet in der Ludwigsstrasse im Saarbrücker Stadtteil Malstatt eine Metzgerei. Wie zu dieser Zeit üblich, war der Metzgerei ein Gasthof angeschlossen, der von der Metzgerei mit Fleisch- und Wurstwaren beliefert wurde.

1900

Schröders Metzgerei und Gasthof haben sich in Malstatt inzwischen zu einer Institution entwickelt. Zur Jahrhundertwende übergibt Nikolaus Schröder die Geschäfte seinem Sohn Johann. Später im Jahr erblickt Johanns Sohn Hans das Licht der Welt

Historische Filiale

Filiale in Saarbrücken

 

1925

Als die Depression der Weltwirtschaftskrise abflaut und motorbetriebene Fahrzeuge allmählich die Pferdefuhrwerke verdrängen, erwirbt Johann Schröder den ersten Lastkraftwagen. "Metzgerei und Wurstfabrik" prangt auf der Seitenfläche. Nun beginnt den Handel mit Fleisch- und Wurstwaren durch die Belieferung von Gasthöfen.

1929

Johann Schröder übergibt die Firma an seinen im Jahr 1900 geborenen Sohn Hans. Während der nächsten Jahre eröffnet Hans Schröder Filialen im Zentrum von Saarbrücken, unter anderem in der Bahnhofstraße und in der Reichsstraße. Diese Entwicklung verkörpert den Beginn des Wandels von einer Familienmetzgerei zu einem expandierenden Unternehmen der saarländischen Fleischbranche.

Hans Schröder und Belegschaft

Um 1930: Hans Schröder mit seiner Belegschaft

 

1939 - 1945

In den Jahren des Zweiten Weltkrieges muss Schröder Fleischwaren mehrfach umziehen. Zunächst wird 1939 die gesamte Produktion nach Kleinrosseln (Petite Rosselle), eine französische Gemeinde im Warndt verlegt. Als die allierten Truppen große Teile von Frankreich zurück erobert hatten, wurde die Produktion 1944 nach Ottweiler in die Räume der ehemaligen Brauerei Simon verlegt. 

1948 - 1950

Nach der Auflösung des Internierungslagers Saarbrücken auf dem Befreiungsfeld wurde das Gelände für den Aufbau eines Gewerbegebietes vorgesehen (heute: Industriegebiet Ost). Nach und nach entstehen zunächst auf freiem Feld die ersten Gebäude des heutigen Firmensitzes.

1953

Die schweren Jahre des Wiederaufbaus gehen allmählich in das Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit über. Schröder Fleischwaren ist mittlerweile schon wieder mit fünf Filialen im Stadtgebiet vertreten und ist für die Saarbrücker Einwohner "die Metzgerei". Den damaligen Werbeslogan "Schröder - wenn's was Gutes sein soll" kannte in Saarbrücken jedes Kind.

1959 - 1960

Das Unternehmen wächst kontinuierlich und die ersten Filialen außerhalb Saarbrückens werden in St. Ingbert, Neunkirchen und Völklingen eröffnet. Später folgen die Filialen in Saarlouis und Homburg.

1963

Otto Schröder erhält den Ehrenpreis des Bundesministers für Ernährung für herrausragende Qualitätsleistungen. Fortan gehört Schröder bei der Wurstproduktion zur bundesdeutschen Spitzenklasse.

Luftbild Firmengelände 1963

Firmengelände mit Frischdienstfahrzeugen an den Laderampen

 

1964

Der nächste Generationswechsel steht an. Otto Schröder übernimmt die Leitung des Unternehmens in der vierten Generation. Um volle Kontrolle über Frische und Qualität zu erhalten, lässt Otto Schröder nun zweimal wöchentlich auf dem gegenüber liegenden Saarbrücker Schlachthof durch eigene Metzger schlachten.

1968 - 1976

Otto Schröder treibt die Expansion des Unternehmens kontinuierlich voran. Die Zahl der Filialen steigt in dieser Zeit von Jahr zu Jahr. Auch die Belieferung von Geschäftskunden durch Frischdiensttouren wird ausgebaut. Ende der 1960er Jahre gehören 15 Filialen und 15 Frischdiensttouren zum Unternehmen. Auch die Zahl der Beschäftigten steigt ständig: 1968 sind erstmals mehr als 250 Menschen aus dem Saarland und Frankreich für Schröder Fleischwaren tätig, außerdem bildet das Unternehmen 50 Lehrlinge aus.

1977 - 1986

In dieser Zeit expandiert Schröder Fleischwaren bis auf seine heutige Größe. Die Zahl der Frischdienstouren steigt auf über zwanzig und erstmals werden auch Gastronomen und Großkunden in Rheinland-Pfalz und Baden-Würtemberg beliefert. Im Filialbereich entwickelt sich Schröder zum größten Anbieter im südwestlichen Deutschland. Nach Präsentation von Schröder auf großen nationalen Messen können Kunden im Rheinland, Bayern und Berlin gewonnen werden. 1986 verstirbt Hans Schröder.

1988

Schröder Fleischwaren erwirbt die Gelände der benachbarten Firmen Kranich und Becker um Raum für die weitere Expansion von Produktion und Versand vorzuhalten. Inzwischn beliefern vier Bundestouren gewerbliche Kunden in ganz Deutschland.

1989 - 1992

Nach der deutschen Wiedervereinigung expandiert Schröder bereits 1989 in die neuen Bundesländer. Der gestiegene Warenumsatz macht eine deutliche Vergrößerung der Lager und Versandabteilung notwendig. Auf dem ehemaligen Gelände der Firma Becker entsteht ein modernes Kühl- und Logistikzentrum. Die Zahl der Mitarbeiter steigt durch diese Investitionen deutlich: Ende 1992 beschäftigt Schröder über 600 Mitarbeiter aus dem Saarland und Lothringen.

1994 - 1995

Schröder erwirbt eine Beteiligung an dem französischen Handelshaus für Wurst- und Fleischspezialitäten Jeca S.A. im lothringischen Forbach. 1994 erhält Otto Schröder in Würdigung seiner Verdienste um die saarländische Wirtschaft das Bundesverdienstkreuz. 

Otto Schröder

Otto Schröder

1997

Schröder Fleischwaren führt als einer der ersten Betriebe im Saarland unter der EG-Registernummer DE-S-170-00007 ein Umwelt-Managementsystem ein. Mitte des Jahres eröffnet Schröder eine Zweigniederlassung in Dresden.

2001 - 2003

Schröder Fleischwaren wird Mehrheitsgesellschafter der französischen Firma Jeca S.A. und expandiert in der Saar-Lor-Lux Region. 2003 verstarb Otto Schröder sen. im Alter von 88 Jahren.

2006

Im März 2006 wird Schröder Fleischwaren von der US-amerikanischen Veterinärbehörde zertifiziert und dadurch  für die Belieferung der amerikanischen Streitkräfte in Europa zugelassen. 

Firmengelände von Schröder Fleischwaren im Jahr 2007

Das erweiterte Firmengelände von Schröder Fleischwaren im September 2009

 

2008

Der langjährige Chef von Schröder Fleischwaren, Otto Schröder, stirbt im Alter von 77 Jahren.

2015

Im November 2009 wird Schröder Fleischwaren nach den Richtlinien des Internationalen Food Standard (IFS) zertifiziert. Am Vatertag 2010 lädt Schröder bereits zum 12. Mal alle Bürger zum traditionellen Lyonerfest an seinen Saarbrücker Unternehmenssitz. Erstmals folgen mehr als 10.000 Besucher dieser Einladung und feiern den ganzen Tag über ein rauschendes Fest.

2015

Schröder Fleischwaren feiert sein 150-jähriges Firmenjubiläum und stellt das 17. Lyonerfest am Vatertag unter dieses Motto. Zur Jahresmitte wechselt die Geschäftsleitung; mit Roman Tschunky, Enkel von Otto Schröder, übernimmt die sechste Generation der Familie Schröder die Leitung des Unternehmens.