Startseite

Die Weißwurst ist eine der bekanntesten Spezialitäten der bayrischen Küche. Traditionell zeitig am Morgen hergestellt, wurde sie während des Vormittags als Imbiss in den Wirtshäusern und Biergärten angeboten. Süßer Senf, Brezn (Laugenbrezel) und eine Maß Bier sind die typischen Begleiter der Weißwurst.

Die Weißwurst ist eine klassische Brühwurst aber im Gegensatz zu fast allen anderen Würstchen isst man den Darm nicht mit. Stattdessen wird sie „gezuzelt“ („gesaugt“), also mit der Hand gefasst und der Inhalt mit dem Mund aus dem Darm gezogen. Wer sich davor scheut, kann die Weißwurst auch längs mit dem Messer einschneiden und den Darm mit Messer und Gabel entfernen.

Schröders Weißwurst Münchener Art ist feinwürzig abgeschmeckt und mit Petersilie verfeinert. Die Würste sollten in Salzwasser bis knapp unter den Siedepunkt erwärmt und keinesfalls gekocht werden. Süßer Senf, eine Laugenbrezel und ein Glas Bier vervollkommnen den Genuss.

Übrigens dürfen Weißwürste auch nach dem 12 Uhr Glockenschlag noch gegessen werden! Der früher oft unwirsche Hinweis in bayrischen Wirtschaften, dass Weißwurst vor 12 Uhr gegessen sein muss, hat heute keine Bedeutung mehr. Die zeitliche Begrenzung hatte ihren Grund in den fehlenden Kühlmöglichkeiten früherer Jahrzehnte. Heute darf man – zumindest außerhalb bayrischer Traditionsgaststätten - die Weißwurst zu jeder Tageszeit genießen.